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Navigation SeiteninhaltDie systematische flächendeckende Bayernbefliegung geht auf eine gemeinsame Initiative der Staatsministerien der Finanzen und des Umweltbereichs aus dem Jahre 1985 zurück mit dem Ziel der Umweltdokumentation und der Bereitstellung von aktuellen Unterlagen für die Regional- und Landesplanung. Es werden dabei heute Senkrechtaufnahmen der Erdoberfläche aus einer Höhe von circa 2000 bis 3000 Metern über Grund erstellt. Durch den 3-Jahres-Turnus wird somit jedes Jahr eine Fläche von circa 25 000 Quadratkilometern abgedeckt. Die Originalbilder bilden die Grundlage für sämtliche Luftbildprodukte des Landesamtes für Vermessung und Geoinformation.
Im Jahre 2009 hat die digitale Aufnahmetechnik bei der Bayernbefliegung Einzug gehalten. Mit den digitalen Großformatkameras steht in einer Bodenpixelgröße von 20 cm neben dem RGB-Farbraum nun auch das nahe Infrarot zur Verfügung.
Bis 2008 wurden für die Bayernbefliegung analoge Kamerasysteme des Standardformats 23 cm x 23 cm eingesetzt. Das damalige Landesvermessungsamt startete 1987 mit Schwarz-Weiß-Negativfilm und deckte mit einem Luftbild ein Flurkartenblatt ab. Daraus folgte der Bildmaßstab 1:15000. Die Verfügbarkeit schnellerer Rechner und vor allem größerer Festplattenspeicher ermöglichte nach der Jahrtausendwende einige Fortschritte:
Seit Beginn der Bayernbefliegung wurden über 300 000 Luftbilder aufgenommen, die im Landesluftbildarchiv des Landesamts für Vermessung und Geoinformation archiviert sind. Die Bilder können von Interessenten analog als Kontaktkopie bzw. als Vergrößerung oder auch digital gescannt bezogen werden. Die Verwendungsmöglichkeiten sind vielfältig: Nutzen Sie die Bilder beispielsweise für Dokumentationen in Zeitreihen, für Recherchen, als Blickfang im Büro oder einfach als ansprechendes Geschenk!
Das Landesamt für Vermessung und Geoinformation bietet als Onlineservice eine interaktive Bildflugübersicht an. Es sind darin alle seit 2004 durchgeführten Bildflüge mit ihrem aktuellen Bearbeitungsstand grafisch dargestellt. Informationen zur Ausdehnung der Fluglose und zum Tag der jeweiligen Befliegung sind hier ebenfalls abrufbar. Darüber hinaus besteht für den Nutzer die Möglichkeit die tatsächlich geflogenen Abschnitte und die in Planung befindlichen Bildfluglose im Shape-Format herunter zu laden, um sie dann in einem GIS mit entsprechenden eigenen Fachdaten oder WMS-Diensten zu kombinieren.
Ab dem Jahr 2000 stehen für die Luftbilder Orientierungselemente zur Verfügung. Damit können die Luftbilder stereoskopisch ausgewertet werden.